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  • Apple bringt Künstliche Intelligenz (KI) direkt in Pages, Keynote und Numbers und erweitert zugleich Siri um ein Gedächtnis und zusätzliche Datenquellen. Das betrifft dich, wenn du mit iPhone, iPad oder Mac Texte, Präsentationen und Tabellen bearbeitest oder Siri im Alltag nutzt. Für Schweizer Nutzerinnen und Nutzer ist allerdings entscheidend, welche Funktionen tatsächlich regional freigeschaltet werden und welche Geräte und Systemversionen sie voraussetzen.

    Was kommt in Pages, Keynote und Numbers?

    Der neue KI-Assistent für Apples Büro-Apps soll den Inhalt eines geöffneten Dokuments verstehen und passende Aufgaben darin erledigen. Laut dem Bericht über die Erweiterung von Pages, Keynote und Numbers verwendet Apple dafür eigene Modelle und Modelle von OpenAI. Der Assistent startet als Beta, also als noch nicht endgültige und möglicherweise fehleranfällige Testversion.

    In Pages kann die KI Texte entwerfen, umstrukturieren und sprachlich anpassen. Ein konkretes Berufsbeispiel wäre ein längerer Projektbericht, dessen Inhalt bereits vorhanden ist, aber neu gegliedert oder knapper formuliert werden soll. Der Assistent kann diese Überarbeitung innerhalb des Dokuments übernehmen, wobei du das Ergebnis weiterhin auf sachliche Fehler, Auslassungen und einen passenden Ton prüfen musst.

    In Keynote kann die KI Folien gestalten, animieren und verfeinern. Wenn du beispielsweise eine Präsentation mit Text und Rohdaten vorbereitet hast, kann sie bei der visuellen Ausarbeitung der Folien helfen. Die Quelle nennt jedoch keine Angaben dazu, wie zuverlässig die Gestaltung funktioniert oder wie viel Kontrolle du über einzelne Änderungen behältst.

    Numbers erhält Funktionen zum Berechnen, Visualisieren und Ordnen von Daten. Die KI kann Diagrammtypen vorschlagen und individuelle Tabellen erstellen. Das kann etwa nützlich sein, wenn du eine unübersichtliche Liste mit Ausgaben aufbereitest und daraus eine verständliche Darstellung machen möchtest; es ersetzt aber keine Prüfung der Berechnungen.

    Auf macOS 27 oder neuer unterstützen die drei Apps zudem das Model Context Protocol (MCP), eine Schnittstelle, über die externe KI-Assistenten mit Anwendungen und deren Kontext arbeiten können. Damit können auch KI-Agenten von Drittanbietern an Pages, Keynote und Numbers andocken. Für Anwender erweitert das die Auswahl, erhöht aber zugleich die Bedeutung von Zugriffsrechten und der Frage, welche Dokumentdaten an welchen Dienst gelangen.

    Welche neuen Aufgaben übernimmt Siri?

    Mit iOS 27.2 und macOS 27.2 erhält Siri ein kontextbezogenes Gedächtnis. Nach dem Überblick zu den Systemupdates 27.2 kann die Assistentin frühere Unterhaltungen aufgreifen. Du könntest Siri beispielsweise nach einem Restaurant fragen, das sie dir in der vergangenen Woche empfohlen hat, ohne die ursprüngliche Unterhaltung vollständig zu wiederholen.

    Siri darf ausserdem mehr Informationsquellen berücksichtigen. Dazu gehören angehängte Fotos in Nachrichten, Teilnehmende von Kalendereinträgen, Sprachnachrichten sowie Ergebnisse aus dem Safari-Verlauf und der Leseliste. Eine feinere Textauswahl soll es zudem ermöglichen, nur den benötigten Teil einer Siri-Antwort zu kopieren.

    Auch Nachrichten erhalten kontextbezogene Vorschläge. Erkennt das System in einer Unterhaltung etwa eine Einladung zum Abendessen, kann es daraus einen Kalendereintrag vorschlagen. Solche Funktionen sparen kleine Arbeitsschritte, greifen dafür aber auf persönliche Kommunikationsinhalte zurück.

    Apple ergänzt deshalb eine Einstellung für ausgeschlossene Apps. Darin kannst du bestimmen, auf welche Anwendungen Siri, die Suche und Vorschläge zugreifen dürfen. Das ist eine sinnvolle Kontrolle, löst jedoch nicht automatisch alle Datenschutzfragen: Aus den Berichten geht nicht vollständig hervor, welche Verarbeitung lokal auf dem Gerät und welche über externe Modelle erfolgt.

    Welche Updates und Geräte sind erforderlich?

    Der Assistent in Pages, Keynote und Numbers setzt laut Leitmeldung iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 beziehungsweise eine neuere Version voraus. Zusätzlich muss das Gerät mit Apple Intelligence kompatibel sein, Apples Sammelbegriff für die integrierten KI-Funktionen. Eine vollständige Geräteliste nennt die Quelle nicht.

    Für die neuen Siri-Funktionen unter iOS 27.2 ist die Hardware klarer eingegrenzt. Genannt werden alle Modelle der iPhone-16-Reihe und neuer sowie das iPhone 15 Pro und das iPhone 15 Pro Max. Auch macOS 27.2 bringt Siris Kontextgedächtnis und die zusätzlichen Sprachen auf unterstützte Macs; konkrete Mac-Modelle werden im vorliegenden Bericht jedoch nicht aufgezählt.

    Parallel erneuert Apple seine Geräte. Das 2026 vorgestellte iPad Mini besitzt ein kompakteres Gehäuse und ein grösseres OLED-Display mit 8,5 statt 8,3 Zoll. Die bereitgestellte Textgrundlage bezeichnet es als stärker auf KI-Leistung ausgerichtet, nennt aber keine eindeutige Bestätigung dafür, dass jede der neuen App- und Siri-Funktionen darauf verfügbar ist.

    Beim Mac wechseln der iMac und das MacBook Pro auf den M6-Prozessor, der bereits im neuen Mac Mini eingesetzt wird. Apple vergleicht dessen Leistung laut dem Bericht zu den neuen M6-Macs vor allem mit sechs Jahre alten M1-Modellen und älteren Intel-Macs. Das deutet darauf hin, dass Apple besonders Nutzerinnen und Nutzer älterer Geräte zum Wechsel bewegen will, belegt aber nicht, dass du für die beschriebenen KI-Funktionen zwingend einen M6-Mac benötigst.

    Die Berichte nennen keine konkreten Preise für die neuen KI-Funktionen oder die erwähnten Geräte. Lediglich für Updates von Apples Creator’s Studio wird festgehalten, dass bestehende Abonnentinnen und Abonnenten sie im November ohne Zusatzkosten erhalten. Daraus lässt sich nicht ableiten, ob für den Assistenten in den Büro-Apps später ein eigenes Abonnement nötig wird.

    Pro und Kontra der Apple-KI

    Pro:

    • Direkter Arbeitsfluss – Texte, Folien und Tabellen lassen sich bearbeiten, ohne Inhalte zuerst in einen separaten Chatbot zu kopieren.
    • Dokumentkontext – Der Assistent kann den Inhalt der geöffneten Datei berücksichtigen und dadurch gezielter umstrukturieren oder visualisieren.
    • Alltagshilfe – Siris Gedächtnis und Vorschläge in Nachrichten können wiederkehrende Such- und Planungsschritte verkürzen.
    • Mehr Kontrolle – Ausgeschlossene Apps erlauben dir, den Zugriff von Siri, Suche und Vorschlägen gezielter zu begrenzen.

    Kontra:

    • Regionale Lücke – Siri AI bleibt laut den Berichten in Europa vorerst nicht verfügbar, wodurch der Nutzen in der Schweiz unklar ist.
    • Fehlendes Deutsch – Französisch kommt neu hinzu, eine deutsche Sprachunterstützung wird für Siri AI aber weiterhin nicht genannt.
    • Hardwaregrenzen – Ältere Geräte können trotz aktuellem Betriebssystem von einzelnen Funktionen ausgeschlossen bleiben.
    • Offene Datenwege – Die Verbindung von Dokumenten mit Apple-, OpenAI- und möglichen Drittanbieter-Modellen schafft zusätzliche Datenschutzfragen.

    Was bedeutet das für die Schweiz?

    Die regionale Verfügbarkeit ist der grösste Unsicherheitsfaktor. Ars Technica schreibt, Siri AI sei in Europa und Festlandchina nicht verfügbar, während der deutschsprachige Bericht zu iOS 27.2 die Verzögerung mit noch nicht erfüllten KI-Vorgaben der Europäischen Union begründet. Die Schweiz gehört nicht zur EU, wird in den Quellen aber nicht separat behandelt; daraus lässt sich deshalb keine sichere Schweizer Freigabe ableiten.

    Bei den Sprachen erweitert Apple Siri AI um Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Für die mehrsprachige Schweiz ist Französisch damit grundsätzlich relevant, doch ohne bestätigte regionale Verfügbarkeit bleibt der praktische Nutzen offen. Deutsch und Italienisch werden in den Berichten nicht als unterstützte neue Sprachen genannt.

    Der Assistent in Pages, Keynote und Numbers wird dagegen allgemein für kompatible Geräte mit iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 angekündigt. Die Quelle macht keine gesonderte Aussage zur Schweiz und nennt auch keine verfügbaren Sprachen. Es wäre daher voreilig, aus der Systemanforderung allein auf einen vollständigen Funktionsumfang in deutscher Sprache zu schliessen.

    Für Einsteiger ist der sinnvollste erste Schritt eine kleine, leicht überprüfbare Aufgabe. Du kannst beispielsweise einen vorhandenen Absatz in Pages neu strukturieren lassen oder in Numbers einen Diagrammtyp für bekannte Daten vorschlagen lassen. So erkennst du schnell, ob die Funktion auf deinem Gerät und in deiner Sprache verfügbar ist, ohne ein wichtiges Dokument vollständig der Beta zu überlassen.

    Fortgeschrittene können stärker mit Dokumentkontext, wiederholten Überarbeitungen und den Zugriffsrechten arbeiten. Auf dem Mac kommt zusätzlich MCP für externe KI-Agenten infrage, wobei du vor der Nutzung prüfen solltest, welche Apps und Dokumente ein Dienst lesen darf. Bei Siri lohnt sich besonders die Einstellung für ausgeschlossene Apps, wenn Nachrichten, berufliche Unterlagen oder andere sensible Inhalte auf dem Gerät liegen.

    Apple verschiebt KI damit vom einzelnen Chatfenster in Betriebssystem, Büro-Apps und Geräte. Der praktische Vorteil liegt in kürzeren Wegen und besserem Kontext, während Beta-Status, Hardwaregrenzen und unklare Schweizer Verfügbarkeit den Nutzen einschränken. Das grösste offene Risiko bleibt, wie transparent Apple und angebundene Drittanbieter mit den Daten umgehen, die für diese kontextbezogenen Funktionen benötigt werden.

    Quellen

    AI-FunghiAI-Funghi

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